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Forex Trading für Anfänger: Der komplette Leitfaden

Aktualisiert: Februar 2026

LaurentRecherchiert und bewertet von Laurent

Was ist Forex-Trading?

Forex (Foreign Exchange) bezeichnet den Handel mit Währungspaaren auf dem internationalen Devisenmarkt, dem mit Abstand größten Finanzmarkt der Welt mit einem täglichen Handelsvolumen von über 7,5 Billionen US-Dollar. Der Markt ist 24 Stunden am Tag, 5 Tage die Woche geöffnet, von Sonntagabend bis Freitagnacht (MEZ).

Beim Forex-Trading kaufen Sie eine Währung und verkaufen gleichzeitig eine andere. Währungspaare werden als Basis/Kurs notiert, zum Beispiel EUR/USD = 1,0850 bedeutet: 1 Euro = 1,0850 US-Dollar.

Beliebte Währungspaare im DACH-Raum

PaarNameBesonderheit
EUR/USDFiberMeistgehandeltes Paar weltweit: niedrigste Spreads, höchste Liquidität
EUR/GBPChunnelRelevant für europäische Trader, geringe Volatilität
EUR/CHFWichtig für Schweizer Trader und den D-A-CH-Wirtschaftsraum
GBP/USDCableHohe Volatilität, beliebt bei aktiven Daytradern
USD/JPYGopherWichtigstes Asien-Paar, aktiv in der Tokio-Session
XAU/USDGoldBeliebtes „sicherer Hafen"-Instrument bei Marktturbulenzen

Anders als der DAX oder andere Aktienindizes wird Forex Over-the-Counter (OTC) gehandelt: es gibt keine zentrale Börse. Stattdessen läuft der Handel über ein Netzwerk von Banken, Brokern und Liquiditätsanbietern.

Regulierung im DACH-Raum (BaFin, FMA, FINMA)

Der deutschsprachige Raum gehört zu den am strengsten regulierten Forex-Märkten weltweit. Das bedeutet maximalen Anlegerschutz, aber auch bestimmte Einschränkungen.

Deutschland: BaFin

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beaufsichtigt alle in Deutschland tätigen Finanzdienstleister. Für Forex-Broker bedeutet das:

  • Pflicht zur Lizenzierung oder EU-Passporting (MiFID II)
  • Seit 2017: Verbot von Nachschusspflichten: Ihr Konto kann nie unter null fallen
  • Strenge Werbebeschränkungen für CFDs und Forex
  • Kundengeldertrennung (Segregated Accounts) bei deutschen Banken

Österreich: FMA

Die Finanzmarktaufsicht (FMA) reguliert den österreichischen Markt nach EU-Standards. Broker mit FMA- oder CySEC-Lizenz können ihre Dienste in Österreich legal anbieten. Die ESMA-Regeln gelten uneingeschränkt.

Schweiz: FINMA

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) ist eine der strengsten Regulierungsbehörden weltweit. Schweizer Broker wie Swissquote und Dukascopy unterliegen besonders hohen Eigenkapitalanforderungen. Die Schweiz ist nicht Teil der EU, daher gelten ESMA-Regeln nicht direkt, Schweizer Broker können teils höhere Hebel anbieten.

ESMA-Hebelbeschränkungen (EU/EWR)

InstrumentMaximaler HebelErforderliche Margin
Forex-Majors (EUR/USD etc.)1:303,33 %
Forex-Minors (EUR/GBP etc.)1:205 %
Rohstoffe (Gold)1:205 %
Aktienindizes (DAX etc.)1:205 %
Krypto-CFDs1:250 %

Wichtig: Diese Grenzen gelten für Retail-Kunden. „Professional Clients" können höhere Hebel nutzen, verzichten aber auf wichtige Schutzmaßnahmen (Negativsaldoschutz, Einlagensicherung). Die Einstufung als professioneller Trader erfordert den Nachweis von Erfahrung, Portfoliogröße und Handelsvolumen.

Grundbegriffe des Forex-Tradings

Bevor Sie mit dem Trading beginnen, sollten Sie diese Schlüsselbegriffe kennen:

BegriffErklärung
PipKleinste Preisbewegung: bei den meisten Paaren 0,0001 (vierte Nachkommastelle). Bei JPY-Paaren: 0,01. Berechnen Sie den Pip-Wert mit unserem Pip-Rechner.
LotStandard-Handelseinheit. 1 Standard-Lot = 100.000 Einheiten. Mini-Lot = 10.000. Micro-Lot = 1.000.
SpreadDifferenz zwischen Kauf- (Ask) und Verkaufspreis (Bid). Hauptkosten beim Trading. EUR/USD typisch: 0,1–1,5 Pips.
Hebel (Leverage)Multiplikator, der Ihre Positionsgröße vervielfacht. 1:30 = 30× Ihr Einsatz. Verstärkt Gewinne UND Verluste.
MarginSicherheitsleistung, die der Broker für eine offene Position einbehält. Berechnen Sie die erforderliche Margin mit unserem Margin-Rechner.
Stop-LossAutomatischer Auftrag, der eine Position bei Erreichen eines Verlustlimits schließt, unverzichtbar für das Risikomanagement.
Take-ProfitAutomatischer Auftrag zur Gewinnmitnahme bei einem vordefinierten Kursziel.
Swap (Rollover)Über-Nacht-Gebühr oder -Gutschrift für Positionen, die über den Tagesschluss hinaus gehalten werden.
Margin CallWarnung des Brokers, dass die Margin-Anforderungen nicht mehr erfüllt sind, Position droht automatisch geschlossen zu werden.
SlippageAbweichung zwischen erwartetem und tatsächlichem Ausführungspreis, besonders bei hoher Volatilität oder News-Events.

Den richtigen Broker finden

Die Wahl des Brokers ist die wichtigste Entscheidung für Einsteiger. Im DACH-Raum haben Sie den Vorteil strenger Regulierung, nutzen Sie das:

1. Regulierung prüfen

RegulatorLandVertrauensstufeBesonderheit
BaFinDeutschlandSehr hochNachschusspflichtverbot, strenge Aufsicht
FMAÖsterreichSehr hochEU-Standard, ESMA-konform
FINMASchweizSehr hochNicht EU, teils höhere Hebel möglich
CySECZypern/EUHochEU-Passport, meistgenutzter Forex-Regulator in Europa
FCAGroßbritannienSehr hochFSCS-Schutz bis £85.000

Prüfen Sie die Lizenz direkt auf der Website des jeweiligen Regulators (z. B. bafin.de, fma.gv.at, finma.ch). Verlassen Sie sich nicht auf Broker-Angaben allein.

2. Handelskosten vergleichen

Vergleichen Sie die Gesamtkosten: Spread + Kommission pro Lot. Ein Broker mit 0,0 Pip Spread und 7 € Kommission kann teurer sein als einer mit 1,0 Pip ohne Kommission. Vergleichen Sie Broker-Kosten auf der ForexVue-Startseite.

3. Plattform und Ausführung

MetaTrader 4 (MT4), MetaTrader 5 (MT5) und cTrader sind die verbreitetsten Plattformen. Achten Sie auf:

  • Schnelle Ausführungsgeschwindigkeit (unter 50 ms)
  • Stabile Plattform ohne Abstürze
  • Mobile Apps für unterwegs
  • Demo-Konto zum risikofreien Testen

4. Einzahlungsmethoden

Gute DACH-Broker sollten unterstützen: SEPA-Überweisung (kostenlos), Sofortüberweisung, Kreditkarte (Visa/Mastercard), PayPal. Achten Sie auf EUR-Konten, um unnötige Währungsumrechnungsgebühren zu vermeiden.

5. Deutschsprachiger Support

Besonders für Einsteiger ist Support in deutscher Sprache wichtig, sowohl für technische Fragen als auch für regulatorische Anliegen.

Risikomanagement: Die wichtigste Fähigkeit

Etwa 74–89 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Trading. Der Hauptgrund: mangelhaftes Risikomanagement. Lernen Sie diese Grundregeln, bevor Sie echtes Geld einsetzen:

Die 1-%-Regel

Riskieren Sie nie mehr als 1 % Ihres Gesamtkapitals pro Trade.

KontogrößeMax. Risiko/Trade (1 %)Trades bis 20 % Verlust
500 €5 €22 Verlust-Trades in Folge
2.000 €20 €22 Verlust-Trades in Folge
10.000 €100 €22 Verlust-Trades in Folge

Nutzen Sie unseren Positionsgrößen-Rechner, um die korrekte Lot-Größe basierend auf Ihrem Stop-Loss und der 1-%-Regel zu berechnen.

Immer mit Stop-Loss handeln

Ein Stop-Loss schließt Ihre Position automatisch, wenn der Kurs ein bestimmtes Verlustniveau erreicht. Handeln Sie niemals ohne Stop-Loss: selbst mit dem ESMA-Negativsaldoschutz kann ein Trade ohne Stop-Loss einen erheblichen Teil Ihres Kapitals vernichten.

Chance-Risiko-Verhältnis (CRV)

Streben Sie ein CRV von mindestens 1:2 an: Ihr potenzieller Gewinn sollte mindestens doppelt so hoch sein wie Ihr Risiko. Bei 30 Pips Stop-Loss sollte Ihr Take-Profit mindestens 60 Pips betragen. Mit einem CRV von 1:2 müssen Sie nur 40 % Ihrer Trades gewinnen, um profitabel zu sein.

Hebel bewusst einsetzen

Die ESMA beschränkt den Hebel auf maximal 1:30 für Retail-Kunden, das ist ein sinnvoller Schutz für Anfänger. Auch wenn Offshore-Broker höhere Hebel anbieten: Bleiben Sie bei regulierten EU-Brokern mit den ESMA-Grenzen. Der Hebel ist der häufigste Grund für Totalverluste bei Einsteigern.

Berechnen Sie Gewinn und Verlust vor Eröffnung einer Position mit unserem Gewinn/Verlust-Rechner.

Steuern auf Forex-Gewinne in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Die steuerliche Behandlung von Forex-Gewinnen unterscheidet sich erheblich zwischen den drei DACH-Ländern:

Deutschland: Abgeltungsteuer

  • Steuersatz: 25 % Abgeltungsteuer + 5,5 % Solidaritätszuschlag + ggf. Kirchensteuer = ca. 26,4–28 % auf realisierte Gewinne
  • Verlustverrechnung bei CFDs (seit 2021): Verluste aus Termingeschäften (einschließlich CFDs und Forex) können nur bis maximal 20.000 € pro Jahr mit Gewinnen aus gleichen Geschäften verrechnet werden. Übersteigende Verluste werden in Folgejahre vorgetragen.
  • Sparer-Pauschbetrag: 1.000 € pro Person (2.000 € für Ehepaare) Freibetrag für Kapitalerträge
  • Automatischer Steuereinbehalt: Deutsche Broker führen die Steuer direkt ab. Bei ausländischen Brokern müssen Sie die Gewinne selbst in Ihrer Steuererklärung angeben (Anlage KAP).

Österreich: KESt

  • Steuersatz: 27,5 % Kapitalertragsteuer (KESt) auf realisierte Gewinne
  • Keine jährliche Verlustverrechnungsgrenze wie in Deutschland
  • Bei ausländischen Brokern: Selbstdeklaration über die Einkommensteuererklärung

Schweiz: Einkommenssteuer

  • Privatanleger: Forex-Gewinne gelten in der Regel als steuerfreie Kapitalgewinne: es sei denn, Sie werden als „gewerbsmäßiger Trader" eingestuft
  • Kriterien für Gewerbsmäßigkeit: Häufiges Trading, hoher Hebeleinsatz, Finanzierung durch Kredit, kurze Haltedauer, Einkommen hauptsächlich aus Trading
  • Bei Einstufung als gewerblich: Gewinne unterliegen der Einkommensteuer + AHV-Beiträge
Hinweis: Steuerrecht ist komplex und kann sich ändern. Lassen Sie sich von einem Steuerberater beraten, der mit Forex-/CFD-Trading vertraut ist. Diese Informationen ersetzen keine professionelle Steuerberatung.

Handelszeiten (MEZ/MESZ)

Der Forex-Markt ist rund um die Uhr geöffnet, aber die Liquidität variiert stark. Hier die wichtigsten Sessions für Trader im DACH-Raum (MEZ = UTC+1, MESZ = UTC+2):

SessionMEZ (Winter)MESZ (Sommer)Wichtige Paare
Sydney00:00 – 09:0001:00 – 10:00AUD/USD, NZD/USD
Tokio01:00 – 10:0002:00 – 11:00USD/JPY, EUR/JPY
London09:00 – 18:0009:00 – 18:00EUR/USD, GBP/USD, EUR/GBP
New York14:30 – 23:0014:30 – 23:00EUR/USD, USD/CAD, XAU/USD

Beste Handelszeit für DACH-Trader: 09:00 – 18:00 Uhr

Die London-Session ist für DACH-Trader ideal: sie fällt in die reguläre Geschäftszeit und bietet die höchste Liquidität für EUR-Paare. Die Überlappung London/New York (14:30–18:00) ist der aktivste Zeitraum des Tages mit den engsten Spreads.

Zeiten, die Sie meiden sollten

  • Sonntag 23:00 – Montag 02:00: Marktöffnung: geringe Liquidität, mögliche Gaps
  • Vor wichtigen Nachrichten: EZB-Zinsentscheid, US-Arbeitsmarktbericht (NFP), Fed-Entscheidungen: Spreads können sich abrupt ausweiten
  • Zwischen 23:00 und 08:00: Geringe Liquidität für EUR-Paare, breitere Spreads

In 7 Schritten zum ersten Trade

Schritt 1: Grundwissen aufbauen (1–2 Wochen)

Lesen Sie diesen Leitfaden vollständig. Ergänzen Sie Ihr Wissen mit kostenlosen Ressourcen (BabyPips, Broker-Akademien). Investieren Sie Zeit, bevor Sie Geld investieren.

Schritt 2: Broker auswählen

Nutzen Sie die oben genannten Kriterien. Vergleichen Sie Broker auf ForexVue. Achten Sie auf EU-Regulierung (BaFin, CySEC, FCA), EUR-Konto und deutsche Sprachunterstützung.

Schritt 3: Demo-Konto eröffnen

Jeder seriöse Broker bietet ein kostenloses Demo-Konto mit virtuellem Geld. Handeln Sie mindestens 4–8 Wochen auf Demo, bevor Sie echtes Geld einsetzen. Behandeln Sie das Demo-Konto so realistisch wie möglich: handeln Sie mit einer Summe, die Sie auch real einsetzen würden.

Schritt 4: Handelsplan erstellen

Definieren Sie vor dem Live-Trading:

  • Welche Währungspaare? (Beginnen Sie mit 1–2, z. B. EUR/USD)
  • Welche Handelszeiten? (London-Session ist ideal)
  • Wie viel Risiko pro Trade? (Maximum 1 %)
  • Welche Einstiegs- und Ausstiegskriterien?
  • Maximaler Tagesverlust? (z. B. 3 %, dann aufhören)

Schritt 5: Live-Konto mit kleinem Betrag eröffnen

Beginnen Sie mit einem Betrag, den Sie im schlimmsten Fall komplett verlieren können. Für viele Einsteiger sind 200–500 € ein guter Startpunkt. Handeln Sie mit Micro-Lots (0,01 Lot), um das Risiko minimal zu halten.

Schritt 6: Handelsjournal führen

Dokumentieren Sie jeden Trade: Einstieg, Ausstieg, Begründung, Ergebnis und Lehren. Ein Handelsjournal ist das wichtigste Werkzeug zur kontinuierlichen Verbesserung.

Schritt 7: Auswerten und anpassen

Analysieren Sie nach 1–3 Monaten Ihr Journal. Identifizieren Sie Muster: Welche Paare, Zeiten und Strategien funktionieren? Wo verlieren Sie am häufigsten? Passen Sie Ihren Plan entsprechend an.

Einzahlungsmethoden im DACH-Raum

DACH-Trader profitieren vom europäischen Zahlungssystem. Hier die gängigsten Methoden:

SEPA-Überweisung

Die Standard-Methode für EU-Konten. Kostenlos für EUR-Überweisungen innerhalb der EU/des EWR. Bearbeitungszeit: 1–2 Werktage. Empfohlen für größere Einzahlungen, sicher und nachvollziehbar.

Sofortüberweisung (Klarna)

Echtzeit-Banküberweisung, direkt über Ihr Online-Banking. Guthaben ist sofort verfügbar. Wird von den meisten Brokern unterstützt. Kleine Gebühr möglich (abhängig von Bank und Broker).

Kreditkarte (Visa/Mastercard)

Sofortige Gutschrift. Einzahlungen werden als „Finanzdienstleistung" klassifiziert: keine Kreditkarten-Boni oder Cashback auf diese Transaktionen. Auszahlungen gehen in der Regel zurück auf die Karte.

PayPal

Bei vielen Brokern verfügbar. Schnell und bequem, aber PayPal erhebt eventuell Gebühren für Währungsumrechnung bei Nicht-EUR-Konten.

Giropay (Deutschland)

Online-Überweisungsdienst speziell für deutsche Bankkonten. Sofortige Verarbeitung, weit verbreitet.

Tipp: Eröffnen Sie ein EUR-Handelskonto, um Währungsumrechnungsgebühren zu vermeiden. SEPA-Überweisungen sind kostenlos und die sicherste Methode für größere Beträge.

Häufige Anfängerfehler und wie Sie sie vermeiden

Diese Fehler machen die meisten Einsteiger, lernen Sie aus den Erfahrungen anderer:

1. Kein Stop-Loss setzen

„Ich warte, bis der Kurs zurückkommt" ist der teuerste Satz im Trading. Der Markt schuldet Ihnen nichts. Setzen Sie den Stop-Loss vor dem Eröffnen der Position und verschieben Sie ihn nie weiter vom Einstiegspunkt weg.

2. Zu hoher Einsatz pro Trade

Wer 10 % oder mehr pro Trade riskiert, kann nach wenigen Verlusten das gesamte Kapital verlieren. Die 1-%-Regel ist kein Vorschlag, sie ist eine Überlebensregel. Nutzen Sie den Positionsgrößen-Rechner.

3. Overtrading (zu häufiges Handeln)

Nicht jeder Tag bietet gute Trading-Chancen. Qualität vor Quantität. Wenn Ihr Handelsplan keine klaren Signale liefert, bleiben Sie draußen. „Kein Trade" ist auch ein Trade.

4. „Revenge Trading" nach Verlusten

Nach einem Verlust sofort einen größeren Trade eingehen, um den Verlust „wiedergutzumachen": das führt fast immer zu noch größeren Verlusten. Wenn Sie 2–3 Trades in Folge verlieren, machen Sie Pause.

5. Offshore-Broker für höheren Hebel nutzen

Manche Trader umgehen die ESMA-Beschränkungen, indem sie Konten bei unregulierten Offshore-Brokern eröffnen. Das ist extrem riskant: kein Einlagenschutz, kein Negativsaldoschutz, oft schlechte Ausführung, und bei Problemen keine rechtliche Handhabe. Bleiben Sie bei EU-regulierten Brokern.

6. Kein Handelsjournal führen

Ohne Aufzeichnungen können Sie Ihre Fehler nicht erkennen. Wer seine Trades nicht analysiert, wiederholt dieselben Fehler immer wieder.

Glossar: Forex-Begriffe auf Deutsch

BegriffErklärung
PipKleinste standardisierte Preisbewegung (0,0001 bzw. 0,01 bei JPY-Paaren)
LotHandelsgröße: Standard (100.000), Mini (10.000), Micro (1.000)
SpreadDifferenz zwischen Ask- und Bid-Kurs: Ihre Handelskosten
Hebel (Leverage)Multiplikator für Ihre Positionsgröße (EU max. 1:30 für Retail)
MarginSicherheitsleistung beim Broker für offene Positionen
Stop-Loss (SL)Automatische Verlustbegrenzung
Take-Profit (TP)Automatische Gewinnmitnahme
Long / ShortKaufen (steigende Kurse) / Verkaufen (fallende Kurse)
SwapÜber-Nacht-Finanzierungskosten/-gutschrift
SlippageKursabweichung bei der Orderausführung
DrawdownMaximaler Wertverlust vom Höchststand: Maß für Risiko
AbgeltungsteuerPauschalsteuer auf Kapitalerträge in Deutschland (25 % + Soli)
NachschusspflichtIn Deutschland verboten: Ihr Konto kann nicht unter null fallen
ScalpingSehr kurzfristiger Handel: Positionen werden nach Sekunden/Minuten geschlossen
DaytradingAlle Positionen werden innerhalb eines Tages eröffnet und geschlossen

Weitere hilfreiche Werkzeuge: Pip-Rechner · Margin-Rechner · Positionsgrößen-Rechner · Gewinn/Verlust-Rechner

Weiterführend: Lesen Sie unseren Leitfaden Ist Forex Trading profitabel?, um realistische Renditeerwartungen zu verstehen und zu erfahren, was die profitable Minderheit von der Mehrheit unterscheidet.

Zum richtigen Zeitpunkt handeln: Erfahren Sie, welche Handelssitzungen und Überlappungsfenster die besten Bedingungen bieten, in unserem Leitfaden Beste Zeit für Forex Trading.

Häufig gestellte Fragen

Ist Forex-Trading in Deutschland legal?

Ja, Forex-Trading ist in Deutschland vollständig legal und durch die BaFin sowie ESMA-Regeln streng reguliert. Broker benötigen eine Lizenz oder ein EU-Passporting-Recht. Für Retail-Kunden gilt ein maximaler Hebel von 1:30 und ein Verbot von Nachschusspflichten.

Wie viel Kapital brauche ich zum Einstieg?

Viele EU-regulierte Broker akzeptieren Einzahlungen ab 100–200 €. Für sinnvolles Risikomanagement mit Micro-Lots empfehlen wir mindestens 200–500 €. Starten Sie immer mit einem kostenlosen Demo-Konto.

Welchen Hebel darf ich in der EU nutzen?

Die ESMA beschränkt den Hebel für Retail-Kunden auf maximal 1:30 für Forex-Majors, 1:20 für Minors und Rohstoffe, und 1:2 für Kryptowährungen. Diese Grenzen dienen dem Anlegerschutz und sind für Anfänger sinnvoll.

Wie werden Forex-Gewinne in Deutschland versteuert?

Forex-Gewinne unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 % plus 5,5 % Solidaritätszuschlag (ca. 26,4 %). Seit 2021 können CFD-Verluste nur bis maximal 20.000 € pro Jahr verrechnet werden. Bei ausländischen Brokern müssen Sie die Gewinne selbst in der Steuererklärung angeben (Anlage KAP).

Welcher Broker eignet sich für Anfänger im DACH-Raum?

Wählen Sie einen Broker mit EU-Regulierung (BaFin, CySEC oder FCA), EUR-Konto, niedrigen Spreads, deutschsprachigem Support und kostenlosem Demo-Konto. Vergleichen Sie Broker auf der ForexVue-Startseite.

Was ist der Unterschied zwischen einem Professional und einem Retail Client?

Professional Clients können höhere Hebel nutzen (über 1:30), verzichten aber auf den Negativsaldoschutz und den Einlagensicherungsfonds. Die Einstufung erfordert Nachweise über Erfahrung, Portfoliogröße und Handelsvolumen. Für Anfänger ist der Retail-Status empfehlenswert.

Was ist die Verlustverrechnungsbeschränkung für CFDs?

Seit 2021 können Verluste aus Termingeschäften (CFDs, Forex) in Deutschland nur bis maximal 20.000 € pro Jahr mit Gewinnen aus gleichen Geschäften verrechnet werden. Übersteigende Verluste werden in Folgejahre vorgetragen. Diese Regelung ist umstritten und wird politisch diskutiert.

Wann ist die beste Handelszeit für EUR-Paare?

Die London-Session (09:00–18:00 MEZ) bietet die höchste Liquidität und die engsten Spreads für EUR-Paare. Die Überlappung London/New York (14:30–18:00) ist der aktivste Zeitraum des gesamten Handelstages.

Kann ich ein Konto in Euro führen?

Ja, die meisten seriösen EU-Broker bieten EUR-Konten an. Das ist empfehlenswert, um Währungsumrechnungsgebühren bei Ein- und Auszahlungen zu vermeiden. Einzahlungen per SEPA-Überweisung sind in der Regel kostenlos.

Wie unterscheidet sich die Besteuerung in der Schweiz?

In der Schweiz sind Forex-Gewinne für Privatanleger grundsätzlich steuerfrei (steuerfreie Kapitalgewinne). Wird man jedoch als „gewerbsmäßiger Trader" eingestuft (häufiges Trading, hoher Hebel, Haupteinkommensquelle), unterliegen die Gewinne der Einkommensteuer. Die Kriterien sind im Kreisschreiben Nr. 36 der ESTV festgelegt.

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