Positionsgrößenrechner
Berechnen Sie die optimale Lot-Größe für Ihre Forex-Trades basierend auf Ihrem Kontostand, Risikoprozentsatz und Stop-Loss. Riskieren Sie nie mehr, als Sie sich bei einem einzelnen Trade leisten können.
Micro-Lots benötigt? Nicht alle Broker bieten den Handel mit 0,01 Lots an. Vergleichen Sie Broker, die kleine Positionen unterstützen.
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So verwenden Sie den Positionsgrößenrechner
Der Positionsgrößenrechner ermittelt die optimale Anzahl von Lots für Ihren Trade, damit Sie Ihr Risikolimit bei keinem einzelnen Trade überschreiten. Geben Sie vier Werte ein: Ihren Kontostand, den Prozentsatz, den Sie riskieren möchten (wir empfehlen 1–2 %), Ihren Stop-Loss-Abstand in Pips und das Währungspaar (welches den Pip-Wert bestimmt). Den Rest erledigt der Rechner.
Die Formel zur Positionsgrößenberechnung
Wobei: Risikobetrag = Kontostand × Risikoprozentsatz
Beispiel — 10.000 € Konto, 2 % Risiko, 50-Pip-Stop-Loss bei EUR/USD
Schritt 1: Risikobetrag = 10.000 € × 2 % = 200 €
Schritt 2: Pip-Wert für EUR/USD Standard-Lot = $10
Schritt 3: Positionsgröße = 200 € ÷ (50 × $10) = 200 € ÷ $500 = 0,40 Lots
Das bedeutet, Sie sollten 0,40 Standard-Lots (40.000 Einheiten) handeln. Wird Ihr Stop-Loss erreicht, verlieren Sie genau 200 € — nicht mehr als 2 % Ihres Kontos.
Warum Positionsgrößenberechnung entscheidend ist
Die korrekte Positionsgrößenberechnung unterscheidet professionelle Trader von Amateuren. Ohne sie handeln Sie im Grunde nach dem Zufallsprinzip.
Kapitalerhalt: Selbst die beste Handelsstrategie produziert Verlustserien. Wenn Sie 10 % pro Trade riskieren und 5 Trades hintereinander verlieren, haben Sie 50 % Ihres Kontos verloren — und benötigen einen 100-%-Gewinn, nur um die Gewinnschwelle zu erreichen. Bei 2 % Risiko pro Trade kostet dieselbe 5-Trade-Verlustserie nur 10 %.
Konsistenz: Indem Sie bei jedem Trade denselben Prozentsatz riskieren, passen sich Ihre Positionsgrößen automatisch an, wenn Ihr Konto wächst oder schrumpft.
Emotionale Kontrolle: Wenn Sie Ihren maximalen Verlust kennen, bevor Sie einen Trade eingehen, eliminieren Sie die Angst vor dem Unbekannten.
Die 1-%-Regel und die 2-%-Regel
Die 1-%-Regel gilt als konservativ und wird für Anfänger empfohlen. Die 2-%-Regel ist der gängigste Ansatz unter erfahrenen Privatanlegern. Einige aggressive Trader riskieren bis zu 3–5 %, aber dies erhöht das Risiko eines Totalverlusts erheblich. Insbesondere empfiehlt die BaFin deutschen Anlegern, sich der Risiken des CFD-Handels bewusst zu sein und stets nur Kapital einzusetzen, dessen Verlust sie verkraften können.
Profi-Tipp
Ein Trader, der 1 % pro Trade riskiert, kann 100 aufeinanderfolgende Verluste überstehen, bevor das Konto aufgebraucht ist. Bei 2 % sind es etwa 50. Bei 5 % nur noch 20. Wählen Sie Ihr Risikoniveau basierend auf der historischen Gewinnquote Ihrer Strategie und Ihrer emotionalen Toleranz für Drawdowns.
Positionsgrößen für verschiedene Kontostände
Position = 5 € ÷ (30 × $10) = 0,017 Lots → abrunden auf 0,02 Lots
5.000 € Konto, 2 % Risiko (100 €), 40-Pip-SL, EUR/USD:
Position = 100 € ÷ (40 × $10) = 0,25 Lots
50.000 € Konto, 1 % Risiko (500 €), 25-Pip-SL, EUR/USD:
Position = 500 € ÷ (25 × $10) = 2,00 Lots
Wenn Sie ein kleines Konto haben (unter 1.000 €), suchen Sie nach Brokern, die Micro-Lots (0,01) oder sogar Nano-Lots (0,001) unterstützen.
Wie der Stop-Loss-Abstand die Positionsgröße beeinflusst
Es besteht eine umgekehrte Beziehung zwischen Ihrem Stop-Loss-Abstand und Ihrer Positionsgröße. Ein weiter Stop-Loss erfordert eine kleinere Position, um denselben Risikobetrag beizubehalten. Ein enger Stop-Loss ermöglicht eine größere Position.
Deshalb können Scalper (die enge 5–15-Pip-Stops verwenden) größere Lot-Größen handeln als Swing-Trader (die 50–200-Pip-Stops nutzen), während sie denselben Geldbetrag riskieren.