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Einnahmen ölexportierender Länder aus dem Verkauf von Erdöl, denominiert in US-Dollar. Das Petrodollar-System stärkt den Dollar als globale Reservewährung, da Öl überwiegend in USD gepreist und gehandelt wird.

Was Petrodollars sind

Petrodollars sind die US-Dollar, die ölexportierende Nationen im Austausch für Erdöl erhalten. Seit den 1970er Jahren werden globale Ölmärkte primär in US-Dollar (USD) bepreist, was bedeutet, dass Länder, die Öl importieren, unabhängig von ihrer eigenen Währung Dollar halten und ausgeben müssen. Diese Regelung erzeugt eine dauerhafte globale Nachfrage nach dem Dollar.

Das Petrodollar-System

Das Petrodollar-System entstand aus Vereinbarungen zwischen den USA und Saudi-Arabien in den 1970er Jahren nach dem Zusammenbruch von Bretton-Woods-System. Saudi-Arabien stimmte zu, Öl in Dollar zu bepreisen und Überschusseinnahmen in US-Staatsanleihen zu investieren, im Austausch für US-Sicherheitsgarantien. Andere OPEC (Organisation erdölexportierender Länder)-Mitglieder folgten.

Petrodollar-Recycling bezeichnet die Reinvestition der Dollareinnahmen von Ölexporteuren in US-Finanzanlagen. Dieses Recycling stützt den Dollarwert, hält US-Zinsen niedriger und finanziert das US-Leistungsbilanz-Defizit.

Wichtig: Steigende Ölpreise stärken kurzfristig den US-Dollar (USD), da Ölimporteure mehr Dollar kaufen müssen. Allerdings profitieren auch Ölexportländer-Währungen wie der Kanadischer Dollar (CAD) und die Norwegische Krone (NOK) von höheren Öleinnahmen.

Bedrohungen für den Petrodollar

Einige Länder haben erkundet, Öl in anderen Währungen zu bepreisen, als Teil von De-Dollarisierung-Bemühungen. China hat Yuan-denominierte Öl-Futures eingeführt, und einige bilaterale Ölgeschäfte umgehen den Dollar. Dennoch bleibt das Petrodollar-System dominant.

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