Das 1944 etablierte internationale Währungssystem, das Währungen an den US-Dollar band, der wiederum zu 35 Dollar pro Unze in Gold konvertierbar war. Sein Zusammenbruch 1971 schuf das moderne System flexibler Wechselkurse.
Das Bretton-Woods-Abkommen
Im Juli 1944 trafen sich Delegierte aus 44 Nationen in Bretton Woods, New Hampshire, um eine neue internationale Währungsordnung für die Nachkriegszeit zu entwerfen. Das Abkommen etablierte feste Wechselkurse, wobei alle Währungen an den US-Dollar (USD) gebunden waren und der Dollar zu 35 Dollar pro Unze an Gold gekoppelt war. Der Internationaler Währungsfonds (IWF) und die Weltbank wurden zur Verwaltung des Systems geschaffen.
Wie Bretton Woods funktionierte
Unter dem System hielten Länder ihre Wechselkurse innerhalb einer 1-%-Bandbreite um die Dollarbindung. Zentralbanken intervenierten an Devisenmärkten, um diese Bindungen zu verteidigen. Bei anhaltenden Zahlungsbilanz-Ungleichgewichten konnte ein Land beim IWF eine Anpassung seiner Bindung beantragen. Das System bot Wechselkursstabilität, die Nachkriegshandel und Wirtschaftswachstum förderte.
Das System geriet in den 1960er Jahren unter Druck, als US-Ausgaben für Vietnam und Sozialprogramme zu Inflation und wachsenden Zweifeln an der Golddeckung des Dollars führten. Am 15. August 1971 setzte Präsident Nixon die Dollar-Gold-Konvertibilität aus und beendete damit effektiv Bretton Woods.
Vermächtnis
Der US-Dollar (USD) behielt seinen Reservewährungsstatus nach Bretton Woods, gestützt durch das Petrodollars-System und tiefe US-Kapitalmärkte. IWF und Weltbank arbeiten weiter, obwohl sich ihre Rollen deutlich weiterentwickelt haben.
Verwandte Begriffe
Internationaler Währungsfonds (IWF)
Eine internationale Organisation mit 190 Mitgliedsländern, die globale monetäre Zusammenarbeit, Finanzstabilität und Wirtschaftswachstum fördert. Der IWF vergibt Kredite an Länder in finanzieller Notlage und überwacht globale Wechselkurspolitiken.
Weltbank
Eine internationale Finanzinstitution, die Entwicklungsländern Kredite und Zuschüsse für Investitionsprojekte bereitstellt. Obwohl weniger direkt mit Forex verbunden als der IWF, beeinflussen Weltbank-Programme und -Berichte die wirtschaftliche Entwicklung und Währungsstabilität.
US-Dollar (USD)
Die offizielle Währung der Vereinigten Staaten und die wichtigste Reservewährung der Welt. Der USD ist an rund 88 % aller Forex-Transaktionen beteiligt und dient als Maßstab für alle anderen Währungen.
Währungsbindung
Ein fester Wechselkurs, bei dem eine Zentralbank den Wert ihrer Währung an eine andere Währung (meist den US-Dollar) koppelt und den Kurs durch Interventionen innerhalb einer engen Bandbreite hält.
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