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Ein informelles Maß für die Kaufkraftparität, erstellt von The Economist, das den Preis eines Big Mac in verschiedenen Ländern vergleicht, um einzuschätzen, ob Währungen gegenüber dem Dollar über- oder unterbewertet sind.

Was der Big-Mac-Index zeigt

Der Big-Mac-Index, seit 1986 von The Economist veröffentlicht, nutzt den Preis eines McDonald's Big Mac als Benchmark für die Kaufkraftparität (KKP). Kostet ein Big Mac 5,50 USD in den USA und umgerechnet 4,00 USD in einem anderen Land, legt der Index nahe, dass die Währung dieses Landes etwa 27 % gegenüber dem US-Dollar (USD) unterbewertet ist.

Warum der Big Mac als KKP-Näherung funktioniert

Der Big Mac ist in über 100 Ländern erhältlich und enthält einen konsistenten Satz an Zutaten (Rindfleisch, Brot, Salat, Käse, Soße), die lokal bezogen werden müssen. Das macht ihn zu einer groben Näherung für lokale Produktionskosten, Löhne, Mieten und andere preisbestimmende Faktoren. Der Index erfasst Kaufkraftunterschiede auf eine einfache, nachvollziehbare Weise.

The Economist veröffentlicht auch eine BIP-bereinigte Version, die berücksichtigt, dass ärmere Länder tendenziell niedrigere Preise haben, selbst wenn die Kaufkraft berücksichtigt wird.

Wichtig: Obwohl kein ernsthaftes Handelsinstrument, hat der Big-Mac-Index eine überraschend gute Erfolgsbilanz bei der Identifizierung langfristiger Währungsfehlbewertungen. Währungen, die laut Index deutlich unterbewertet sind, tendieren dazu, über Zeiträume von mehreren Jahren aufzuwerten.

Einschränkungen

Der Big-Mac-Index berücksichtigt keine Unterschiede bei lokalen Steuern, Arbeitsmarktregulierungen, Importzöllen auf Zutaten oder die Tatsache, dass McDonald's Preise an lokale Marktbedingungen anpasst. Er eignet sich am besten als illustratives Werkzeug, nicht als präzise Bewertungskennzahl.

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