Eine Zinskurve, bei der kurzfristige Anleihen höhere Renditen bieten als langfristige. Eine Inversion gilt als einer der zuverlässigsten Frühwarnindikatoren für eine Rezession.
Was ist eine invertierte Zinskurve?
Eine invertierte Zinskurve liegt vor, wenn kurzfristige Anleiherenditen über langfristigen liegen. Am häufigsten beobachtet: die 2-jährige US-Treasury-Rendite über der 10-jährigen. Dies ist ungewöhnlich, da Anleger normalerweise für längere Bindung höhere Renditen verlangen.
Warum invertiert die Kurve?
Die Inversion tritt auf, wenn der Markt erwartet, dass die Zentralbank die kurzfristigen Zinsen senken wird (wegen erwarteter Rezession). Anleger kaufen langfristige Anleihen als sichere Anlage, was deren Renditen nach unten drückt.
Invertierte Kurve und Forex
Die Auswirkung auf Währungen ist komplex. Kurzfristig können hohe kurzfristige Renditen den Dollar stärken (Carry Trade-Flüsse). Langfristig deutet die Inversion auf künftige Zinssenkungen hin, was den Dollar schwächen sollte. Der Zeitpunkt der Umkehr von Dollar-Stärke zu -Schwäche hängt davon ab, wann der Markt die Rezession einpreist.
Verwandte Begriffe
Zinskurve
Eine grafische Darstellung der Anleiherenditen über verschiedene Laufzeiten. Die Form der Zinskurve (normal, flach, invertiert) gibt Hinweise auf Wirtschaftsaussichten und beeinflusst Währungsbewegungen.
Zinssatz
Der Preis für das Leihen von Geld, festgelegt von Zentralbanken als Leitzins. Zinsdifferenzen zwischen Ländern sind der wichtigste fundamentale Treiber für Währungskurse.
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