Eine grafische Darstellung der Anleiherenditen über verschiedene Laufzeiten. Die Form der Zinskurve (normal, flach, invertiert) gibt Hinweise auf Wirtschaftsaussichten und beeinflusst Währungsbewegungen.
Was ist die Zinskurve?
Die Zinskurve (Yield Curve) stellt die Renditen von Staatsanleihen verschiedener Laufzeiten grafisch dar. Eine normale Zinskurve steigt von links nach rechts an: Längere Laufzeiten bieten höhere Renditen als kürzere, als Kompensation für das höhere Risiko über längere Zeiträume.
Zinskurve und Forex
Forex-Händler beobachten besonders die Differenz zwischen 2-jährigen und 10-jährigen Anleiherenditen (2s10s Spread). Eine steilere Kurve signalisiert Wirtschaftsoptimismus (positiv für die Währung). Eine flacher werdende Kurve signalisiert Verlangsamung.
Für EUR/USD: Wenn die US-Zinskurve steiler wird als die deutsche, signalisiert dies stärkere relative Wachstumserwartungen für die USA, was den Dollar tendenziell stärkt.
Die invertierte Zinskurve
Eine Invertierte Zinskurve (kurze Renditen höher als lange) ist einer der zuverlässigsten Rezessionsindikatoren. Ihre Implikationen für Währungen hängen davon ab, ob die erwartete Rezession bereits eingepreist ist und wie die Zentralbank darauf reagiert.
Verwandte Begriffe
Invertierte Zinskurve
Eine Zinskurve, bei der kurzfristige Anleihen höhere Renditen bieten als langfristige. Eine Inversion gilt als einer der zuverlässigsten Frühwarnindikatoren für eine Rezession.
Zinssatz
Der Preis für das Leihen von Geld, festgelegt von Zentralbanken als Leitzins. Zinsdifferenzen zwischen Ländern sind der wichtigste fundamentale Treiber für Währungskurse.
Basispunkt
Eine Maßeinheit für Zinsänderungen, wobei 1 Basispunkt = 0,01 %. Eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte bedeutet eine Anhebung um 0,25 Prozentpunkte.
Inflation
Der allgemeine Anstieg des Preisniveaus, gemessen durch Indizes wie den VPI. Inflation beeinflusst Zentralbank-Entscheidungen direkt und ist damit ein zentraler Treiber für Währungskurse.
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